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Litschauerhof

Dieser Gebäudekomplex mit mittelalterlichen Wurzeln befindet sich geographisch außerhalb des historischen Zentrums des Marktes Mödling, südlich des Mödlingbaches und nördlich des heute nicht mehr vorhandenen Mühlbaches. Das Gebäude lag vor der Regulierung des Mödlingbaches auf einer Landzunge, umgeben von Weingärten, Wiesen und Feldern, die im Süden bis zum Eichkogel reichten, im Osten bis zur Ortsgrenze nach Wiener Neudorf.

Mit dem Gebäude war auf der Westseite ein mächtiger Torturm verbunden, das sogenannte „Eisentor“, das die Einfahrt nach Mödling und die Durchquerung der Furt durch den Mödlingbach absicherte. Der Torturm war allerdings weniger ein militärischer Bau zur Verteidigung als vielmehr ein Maut- und Zollgebäude, das der Einhebung der Mautabgaben auf eingeführte Waren an Markttagen diente.

Im Mittelalter beherbergte der Vorgängerbau das Herrenhaus des Melker „Zehenthauses“. Das Stift Melk war seit dem Mittelalter Eigentümer großer landwirtschaftlicher Flächen in Mödling, die von einem lokalen Amt verwaltet wurden. Nach den Verwüstungen der Türkenbelagerung 1683 erwarb das Stift Melk auf der Hauptstraße ein zentraler gelegenes Haus, den Mölkerhof. Die heutige Baugliederung stammt vorwiegend aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts, die Biedermeierfassade aus dem Jahr 1842. Die Gebäudenutzung war im Laufe der letzten 3 Jahrhunderte vielfältig, ab 1773 befand sich hier beispielsweise eine Seidenmanufaktur. Der Name Litschauerhof leitet sich von einem Vorbesitzer, dem Wein- und Spirituosenhändler Litschauer ab. Seit 1921 wird das Gebäude als Kindergarten genutzt. Zunächst als Privatkindergarten geführt, befindet sich das Gebäude heute im Besitz der Stadt Mödling und beherbergt den NÖ Landeskindergarten Eisentorgasse.

This building complex with medieval roots is geographically located outside of the historic center of the market in Mödling. Before the regulation of the Mödling stream, the structure was located on a headland surrounded by vineyards, meadows and fields.

On the West side, a massive gate tower was connected to the building, the „Iron Gate“ which secured access to Mödling. The tower was less of a military structure for defensive purposes rather than a toll and customs building which was used to collect toll payments for imported goods on market days.

During the Middle Ages, the previous building housed the manor of the Melk „Zehenthaus“. The Melk Monastery had owned large areas of agricultural land in Mödling. Today’s building structure stems primarily from the second half of the 17th century, the Biedermeier facade from 1842. The building was used for different purposes throughout the last 3 centuries. For example, a silk factory was located here as of 1773. The name Litschauerhof comes from one of the previous owners, the wine and spirits dealer Litschauer. Since 1921, the building is home to a kindergarten.

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Litschauerhof

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Litschauerhof 48.084755, 16.290299